Eine Ausstellung in den Uffizien feiert den Großprinzen Ferdinando de' Medici

Ferdinando de' medici

2013 jährt sich der Tod des Grand Prince Ferdinando de 'Medici zum 300. Mal. Er war der Erbe des Throns der Toskana, Sohn des Großherzogs Cosimo III und Marguerite Louise d'Orléans, und verstarb vor seinem Vater, sodass er nie seiner vollen Staatsaufgaben nachgehen konnte.

Jetzt widmet Florenz dieser außergewöhnlichen Figur der toskanischen Geschichte eine Ausstellung in den Uffizien, die bis zum 3. November zu sehen sein wird. Ferdinando kennzeichnete sich durch eine große Liebe für jede Art von Kultur, die ein tiefes Interesse an der Sammlung und Unterstützung von Kunst beinhaltete, aber auch an Theater, Musik und Wissenschaft. Er war ein Leuchtfunken der Florentiner Kultur des späten 17. Jahrhunderts.

Die aktuelle Ausstellung in den Uffizien widmet sich der besonderen Persönlichkeit Ferdinandos, vielseitig und abwechslungsreich, beschäftigt sich mit den Besonderheiten und Charakterzügen, beides im Hinblick auf Kunstsammlung und seine Leidenschaft für darstellende Kunst.

Die Hallen der Galerie, die einst vom Staatsarchiv genutzt wurden, präsentieren wichtige Werke und Dokumente für die Biographie des Großprinzen. Die erste Abteilung zeigt die jugendlichen Interessen des Prinzen, vor allem die Musik und das Theater. Infolgedessen war die Villa Pratolino der ideale Ort für die Unterhaltung des Prinzen, seine Musiker, seine Librettisten und die Männer, die sich um seine ausgewählte Erziehung kümmerten. Eine weitere Abteilung widmet sich der Ehe mit Christine von Lothringen, die dazugehörige Zeremonie und die Arbeiten am Palazzo Pitti.

Die folgenden Räumlichkeiten haben ihren Fokus auf die erste Phase der Kunstsammlerei und zeigen die Lieblingsbilder des jungen Prinzen. Diese manifestieren sich hauptsächlich in Stillleben und Skulpturen. Er identifizierte sich mit dem Lokalkünstler Bartolomeo Bimbi, der am besten die gegenwärtige moderne Kunst und den barocken Trend in den Stillleben repräsentierte. Gleichzeitig, dank eines engen Netzwerks aus Beratern, Experten und Makler, warf er auch ein Auge auf den ausländischen Markt. Im Bereich der Skulpturen unterstützte Ferdinando die lokalen Künstler und vor allem die Studenten der Accademia medicea in Rom.

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Aber Ferdinando sammelte nicht nur Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern, er war außerdem stets an italienischen und ausländischen Gemälden aus dem 6. und 7. Jahrhundert interessiert. Er brachte zahlreiche Werke nach Florenz , von denen heute noch einige die Florentiner Museen bereichern.

Neben den großen Arbeiten, baute der Prinz auch andere Sammlungen aus wie das „Kabinett der kleinen Arbeiten“, das kleine Gemälde verbirgt. Am Ende des 17. Jahrhunderts schließlich änderten sich die Präferenzen des Prinzen signifikant in richtung der nicht-toskanischen Schulen.

Der letzte Abschnitt der Ausstellung befasst sich mit den letzten Jahren, es gibt Porträts und Dokumentationen, die vorbereitende Zeichnung von Foggini für ein Denkmal, das niemals gebaut wurde und eine Vielzahl an sorgfältig ausgesuchter Gegenstände, um die Geschichte des Prinzen zu rekonstruieren und die gepriesene Floretiner Persönlichkeit mit der Öffentlichkeit von heute bekanntzumachen.

Der Großprinz. Ferdinando de' Medici (1663-1713) Sammler und Schirmherr der Kunst

Uffizien – Bis 3. November

Tickets: Regulär € 11, Ermäßigt: € 5.50 für EU Bürger zwischen 18 und 25 Jahren. Freier Eintritt für EU Bürger unter 18 oder über 65 Jahren.

Hours: Dienstag-Sonntag von 8:15 Uhr bis 18:50 Uhr. Montags geschlossen.

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