Luxus und Eleganz im Silbermuseum

Lusso ed eleganza

Vom 19. März bis 23. Juni präsentiert das Silbermuseum die Ausstellung ”Luxus und Eleganz. Französisches Porzellan am Hof und der Ginori Manufaktur“ und feiert das 40jährige Jubiläum seit der Eröffnung des Porzellanmuseum im Palazzo Pitti. Zu diesem Ereignis wird die Gelegenheit wahrgenommen, alle Highlights der außergewöhnlichen Sammlung des Palazzo Pitti und gleichzeitig ebenso die Highlights der Produktionen der Manufaktura Doccia während der Neapolitanischen Besetzung und die Restauration des Hauses von Lorraine. Auf diesem Wege zollt die Ausstellung ebenso dem Glanz der Ginori Manufaktur, dem luxuriösen Markenporzellan, das vor kurzem nach 20jähriger Aktivität geschlossen hat, ihren Tribut.

Die Welle an Veränderungen, die das Reich Napoleons mit nach Florenz brachte, beeinflusste auch die künstlerische Produktion des Königreichs von Etruria unter der Herrschaft von Louise de Bourbon Parma bis zu den Jahren von Elisa Baciocchi, vorher Prinzessin von Lucca und Piombino und später Herzogin der Toskana, ebenso wie Napoleons Schwester. Sie konnte ein völlig neues Interesse an der Kunst erwecken, die leider in dieser Zeit sehr lange nur eine Nebenrolle spielte. So erlaubte sie in einem neuen Impuls an Gönnerschaft einen Strom an verschiedenen Künstlern, von Bildhauern über Malern zu Musikern, nach Florenz. Außerdem unterstützte sie die Handwerkerindustrie der Toskana und förderte so die Produktion von Seide, Porzellan und Möbeln.

Es war eine großartige Periode für die künstlerische Produktion. Eine wichtige Rolle wurde von der Manufaktur Doccia, wo das Ginori Porzellan produziert wurde, das interessante Einflüsse aus Frankreich sowohl in formaler als auch in dekorativer Sicht in sich vereint. Unter der Leitung von Carlo Leopoldo Ginori Lisci führte die Manufaktur signifikante technische und stilistische Neuerungen ein. Der französische Einfluss endete jedoch nicht sondern wurde mit der Rückkehr von Ferdinan III von Habsburg-Lorraine nach Florenz, nach seinem Exil in Würzburg, fortgeführt, der das Porzellan von Sévres, gespendet von Napoleon Bonaparte, zu der großen herzoglichen Sammlung beisteuerte.

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Dies war ein weiterer Anreiz für die Ginori Manufaktur, die stark von französischen Modellen inspiriert wurde und ihre Produktion auch dank des ständigen Austausches mit französischen Manufakturen und vor allem mit Sévres weiterentwickelte. Eine weitere Verbesserung wurde mit den Arbeiten von französischen Künstlern wie Jean David, Joseph de Germain und Abraham Brongniart, der auf Porzellan die alten Meister florentinischer Gallerien reproduziert und die jungen Maler der Manufakturen ausbildet.

Die Sammlung bringt über 120 Werke zusammen, in Mehrzahl aus den Sammlungen aus dem Palazzo Pitti und der Museum der Manufaktur Doccia Richard Ginori, aber auch andere Werke aus italienischen und französischen Museen oder Privatsammlungen. Außerdem kann der Besucher Dokumente aus den Archiven des Hofs Lorraine, dem Doccia Museum und den Ginori Lisci Archiven entdecken, die die Produktion und Verkäufe der Manufaktur Ginori Liscis in den ersten 30 Jahren des 20. Jahrhunderts zeigen. Schlussendlich unterstreicht die Ausstellung auch die Zusammenarbeit mit dem Musée Nationale de Céramique de Sèvres, sowie die Arbeit des Malers Abraham Constantin, der für Sévres arbeitete, aber dann nach Florenz geschickt wurde, um die berühmtesten Gemälde der florentinischen Gallerien auf Porzellan zu kopieren.

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