Pietro Bellotti - ein weiterer Canaletto ausgestellt in Venedig

Pietro Bellotti

Ca 'Rezzonico, ein Museum und Symbol aus dem 18. Jahrhundert in Venedig, ist Gastgeber der Initiative "Archive der Landschaftsmalerei", die einer der berühmtesten und beliebtesten Gattungen der Malerei, ihren Protagonisten und ihren zahlreichen spezifischen Aspekten gewidmet ist.

Für das erste dieser Veranstaltungen ist der Protagonist zum 28. April Pietro Bellotti, Neffe von Canaletto und jüngerer Bruder von Bernardo Bellotti.

Über einen langen Zeitraum war Pietro Bellotti nur als Randfigur der Landschaftsmalerei bekannt, aber kürzliche Studien geben ihm eine unerwartet wichtige Rolle in der Venezianischen Kunst des 18. Jahrhunderts. In der Tat arbeitet er die Erfindungen Canalettos im freien und persönlichen Stil heraus und erweitert das traditionelle venezianische Repertoire um Landschaften der europäischen Hauptstädte und einige architektonischen Extravaganzen.

Ca 'Rezzonico bietet in seinen spektaktulären Räumem im ersten Stock zum ersten Mal 45 Werken von Pietro Bellotti ein Zuhause, welche seinen künstlerischen Weg nachempfinden, sein breites Repertoire durch Gemälde darstellen, die fast vollständig von privaten Sammlungen in Europa und der USA kommen. Nur einige wenige werden in Museen wie das Yale Center of British Art oder das Mauritshuis in Hague aufbewahrt. Die Ausstellung beinhaltet außerdem 17 Gemälde mit Ausschnitten aus großen europäischen Städten, die auf der Rückseite vom Künstler selbst unterzeichnet wurden und als „Pilotbilder“ bezeichnet werden können, die ab 1952 zur Wiederentdeckung des Malers führten.

Eintrittskarte online kaufen

Bellotti wurde 1725 in Venedig geboren und begann mit 16 Jahren als Praktikant in einem Workshop seines Bruders. Danach zog er nach Genua und Frankreich, hier lebte er vor allem in Toulouse. In Frankreich zog Bellotti Nutzen aus seiner Zugehörigkeit zur Canaletto Familie und benannte sich in "Pietro Bellotti of Caneletty" um. Es war hier in Frankreich, dass er begann, seinen eigenen Stil zu entwickeln und zwar unabhängig von seinem bekannten Verwandten.

Trotz der räumlichen Distanz konnte Pietro sich aus künstlerischer Sicht nicht von der Venezianischen Schule entfernen. Er eignete sich die Fähigkeit an, einen Ort hervorragend abzubilden, aber im Gegensatz zu seinem Onkel kopierte er von Drucken. Einige Beispiele sind Bilder, die die klassischsten Ansichten auf Venedig abbilden, aber auch Gemälde, die ein bescheideneres Bild der Landschaft rund um die Stadt und des Hinterlandes darstellen.

Die europäischen illustratorischen Erfahrungen wurden später in seinen Gemälden der Niederlande, Wien oder anderer europäischer Stadte sehr deutlich. Die Kapriolen auf der anderen Seiten, im orthodoxen venezianischen Stil, sind voller künstlerischer Monumente, die sich aus den Orten erheben und generell von Wasser umgeben sind.

Schließlich bietet die Ausstellung selbstverständlich auch die optimale Möglichkeit, eines der bekanntesten Gebäude in Venedig zu entdecken bzw. wiederzuentdecken. Das Symbol des 18. Jahrhundert beherbergt zusätzlich zu der derzeitigen Ausstellung wichtige Gemälde von Canaletto, Francesco Guardi, Pietro Longhi, Tintoretto und Tiepolo.

Eintrittskarte online kaufen