Das Mythische, das Heilige, das Portrait in der Palatina Gallerie in Florenz

Das Mythische, das Heilige, das Portrait in der Palatina Gallerie in Florenz

701367233041

Bis zum 31. August findet im the Sala delle Nicchie in der Palatina Gallerie die Ausstellung "Das Mythische, das Heilige, das Porträt, Gemälde aus den Archiven der Palatina Gallerie“. Eine Anthologie, die die wichtigsten Kunstwerke beherbt, dank der Familie Medici, und der starken Verbindung, die sie mit der Stadt Florenz hatten, der sie ihre Schätze hinterließen "als Schmuck für den Staat, zum öffentlichen Nutzen und um die Neugierde von Fremden zu wecken".

Ausgestellt sind 19 Gemälde, die die Geschichte der Plätze, Paläste und Villen der Bezirksräte zeigen. Die Malereien wurden den zu diesem Zeitpunkt berühmtesten Künstler in Auftrag gegeben oder aber gekauft, um die eigenen Sammlungen zu bereichern.

Die Ausstellung ist in vier verschiedene Bereiche aufgeteilt, welche die meist verbreitesten Themen für Sammler in den Jahren zwischen 1560 und 1850 darstellen. Das zentrale Gemälde unter den ausgestellten ist Herkules und die Hydravon Guido Reni, geschätzte Entstehung 1638-40. Das Werk gehört zur Sammlung von Kardinal San Giovan Carlo in the Casino Mediceo in der Via della Scala. Es repräsentiert den Held Herkules, das Symbol der Stärke in der Zeit der Medici..

Ein anderer Bereich ist den Heiligen Geschichten gewidmet mit Motiven aus dem Alten und Neuen Testament. Unter anderem befinden sich Werke von flämischen Malern wie Frans Floris und italienischen Künstlern, wie Artemisia Gentileschi und Jacopo Ligozzi aus Verona.

Der dritte Bereich ist ein Tribut an Don Lorenzo de' Medici, der Sohn von Ferdinando I und Christine von Lorraine. Bekannt als raffinierter und aufmerksamer Kunstliebhaber, den größten Werken seiner Zeit verfallen, fertigte er mehrere Werke für sein Zuhause, die Villa Petraia an. Besonders seine außergewöhnlichen Werke auf großen Leinwänden stechen besonders hervor, z.B. "Orlando in the Brigand's cave" und eine ovale Serie mit Hylas, Zephyr, und Jugend im blauen Doublet und die Allegorie der Komödie.

Zuletzt findet man im letzten Bereich das Portrait, als ein Ausdruck von politischen und familiären Zwängen, aber auch als ein Geschenk oder ein Symbol der moralischen Tugenden der porträtierten Personen. Es werden fünf Gemälde ausgestellt: Gaston von Orleans, Henrietta Maria und Elizabeth, die jüngeren Kinder von Maria de' Medici und Henry IV von Frankreich, zusammen mit Cosimo III de' Medici und Margherita de' Medici als Hl. Margarethe, von zwei führenden Spezialisten im Genre exekutiert, Frans Pourbus the Younger und Justus Suttermans.

Das Portrait zeigt einige der wichtigsten Momente in der Geschichte der großen Herrschaftsfamilie, die wichtige Rolle in der europäischen Politik unterstreichend.